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Florida und Hawaii: Stopp für Initiativen zur Legalisierung von Cannabis

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Die Bemühungen um die Legalisierung von Cannabis für Erwachsene in Florida und Hawaii haben größere Rückschläge erlitten. Zwischen gerichtlichen Auseinandersetzungen im „Sunshine State“ und einem parlamentarischen Patt auf der Inselgruppe im Pazifik scheint die Dynamik der Legalisierung heute ins Stocken geraten zu sein, obwohl sie von der Bevölkerung dieser beiden Staaten unterstützt wird.

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Florida: Referendum trotz Investitionen von 200 Millionen Dollar gestoppt

In Florida hat die Legalisierungsinitiative, die hauptsächlich von Trulieve Cannabis Corp. unterstützt wird, es nicht geschafft, sich für die Abstimmung im November 2026 zu qualifizieren.

Das Komitee Smart & Safe Florida musste mehr als 880.000 gültige Unterschriften sammeln, um den Wählern eine Verfassungsänderung vorzulegen, die es Erwachsenen ab 21 Jahren erlaubt, Cannabis zu kaufen und zu besitzen. Am 1. Februar bestätigte Staatssekretär Cord Byrd, dass die erforderliche Schwelle nicht erreicht worden war.

Die Befürworter der Reform kritisieren einen „konzertierten Angriff auf die direkte Demokratie“ durch die Regierung von Gouverneur Ron DeSantis, erklärter Gegner der Legalisierung. Mehr als 200.000 Unterschriften wurden im letzten Jahr für ungültig erklärt, während mehrere Unterschriftensammler aufgrund neuer Wahlgesetze strafrechtlich verfolgt wurden.

Kevin Caldwell vom Marijuana Policy Project, ist der Ansicht, dass die einzige Möglichkeit, die Initiative zum Scheitern zu bringen, darin bestand, „das System zu zerschlagen“.

Das Komitee kündigte an, die Entscheidung vor Gericht anzufechten, und argumentierte, dass mindestens 98.000 abgelehnte Unterschriften für gültig erklärt werden müssten. Ein weiterer Prozess, in dem es um die neuen Wahlvorschriften des Bundesstaates geht, soll ebenfalls bald stattfinden.

Ein starker, aber unter Druck stehender medizinischer Markt

Florida ist mit über 932.000 registrierten Patienten und 742 Verkaufsstellen weiterhin der größte Markt für medizinisches Cannabis in den USA.

Im Jahr 2025 erreichte der Umsatz 1,65 Milliarden US-Dollar. Trulieve betreibt allein 161 Geschäfte und soll seit 2022 mehr als 200 Millionen US-Dollar in zwei aufeinanderfolgende Kampagnen investiert haben, ein Betrag, der der kürzlich aufgenommenen Verschuldung des Unternehmens entspricht.

Andere multinationale Betreiber wie Verano Holdings, Ayr Wellness und Curaleaf Holdings verfügen ebenfalls über eine bedeutende Präsenz im Bundesstaat.

Trotz des gescheiterten Referendums sind viele Branchenvertreter der Ansicht, dass die Legalisierung in Florida eher eine Frage des Zeitplans als der Machbarkeit ist.

Hawaii: Anhaltende parlamentarische Blockade

In Hawaii ist die Situation anders, aber ebenso blockiert. Die Legalisierungsvorschläge für die Legislaturperiode 2026 gelten nun als gefährdet.

Der Vorsitzende des Justizausschusses des Hauses, David Tarnas, hatte einen Vorschlag vorgelegt, die Legalisierung den Wählern über eine Verfassungsänderung zu unterbreiten. Der Text hätte den Besitz für Erwachsene ab 21 Jahren erlaubt, mit einem geplanten Inkrafttreten im Juli 2027.

Doch die Sprecherin des Hauses, Nadine Nakamura, erklärte, dass es keine ausreichende Mehrheit gebe, um die Maßnahme voranzutreiben. „Wir sind die gleichen Mitglieder wie im letzten Jahr“, sagte sie und betonte, dass es keine nennenswerten Veränderungen der Positionen gegeben habe.

Wirtschaftspotenzial vs. politische Vorsicht

Diese Blockade steht im Gegensatz zu den kürzlich veröffentlichten Wirtschaftsprojektionen. Laut einem vom Staat in Auftrag gegebenen Bericht könnte Hawaii innerhalb von fünf Jahren nach Einführung eines Erwachsenenmarktes mit einer Steuerobergrenze von 15% zwischen 46 und 90 Millionen US-Dollar an monatlichen Verkäufen generieren.

Parallel dazu setzt der Staat schrittweise Reformen fort: Beschleunigung der Verfahren zur Tilgung von Verurteilungen im Zusammenhang mit Cannabis, Erweiterung des Angebots an medizinischen Ambulanzen und strengere Rahmenbedingungen für Hanfprodukte.

Gouverneur Josh Green hat mehrere Gesetze unterzeichnet, die den Zugang zum medizinischen Programm erweitern, ohne jedoch den Schritt zur vollständigen Legalisierung zu gehen.

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