France Botanique Services registriert zwei feminisierte Hanfsorten in französischen und europäischen Katalogen
Das Unternehmen France Botanique Services (FBS) gab bekannt, dass zwei feminisierte Sorten von Cannabis sativa L in Liste A des französischen und europäischen Saatgutkatalogs eingetragen wurden, was als erster Schritt auf europäischer Ebene bezeichnet wird.
In einer auf LinkedIn veröffentlichten Mitteilung erinnert FBS daran, dass der europäische Katalog von den Produzenten von Hanfblüten seit langem kritisiert wurde, da er als nicht ausreichend an die Marktanforderungen in Bezug auf die genetische Qualität und die agronomischen Bedürfnisse angepasst angesehen wurde. Das Unternehmen gibt an, diese Erwartung erfüllen zu wollen, indem es sich an der Strukturierung einer autonomeren Saatgutkette beteiligt.
Drei Jahre Arbeit, um in den offiziellen Katalog aufgenommen zu werden
Dieses Projekt ist das Ergebnis von drei Jahren Arbeit, die von Phasen der Unsicherheit und der technischen Validierung geprägt waren. Das Unternehmen erklärt, dass es in Eigenfinanzierung die ersten Registrierungen ab 2023-2024 nach einer Arbeit der Ko-Konstruktion von technischen Referenzen mit der GEVES (Groupe d’Étude et de contrôle des Variétés Et des Semences) gestartet hat.
FBS gibt außerdem an, dass sie die notwendigen Zulassungen erhalten hat, um die Auswahl, Produktion und Vermehrung von für den Vertrieb bestimmten Sorten zu gewährleisten, was den Weg für einen langen Prozess mit mehreren Schritten ebnet: Auswahl, Registrierung, Genehmigung, Vermehrung, Zertifizierungen und Vermarktung.
Das Unternehmen betont die strategische Bedeutung dieser offiziellen Anerkennung und meint, dass sie es den europäischen Erzeugern ermöglichen könnte, sich über die Genetik weiter zu differenzieren.
„Eine Premiere in Europa! Nach drei Jahren harter Arbeit, Wendungen und Ungewissheit können wir nun offiziell bekannt geben, dass zwei feminisierte Cannabis-Sativa-L-Sorten in Liste A des französischen und europäischen Katalogs eingetragen wurden!“, kündigt FBS an.
Revelation und Seraly 25: zwei CBD- und CBG-orientierte Genetiken
Die beiden betroffenen Sorten sind Revelation und Seraly 25 (Serenity CBG). Sie sind seit Ende März 2026 zum Verkauf erhältlich.
Die Sorte Revelation wird als photoperiodische CBD-Genetik mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,3 % vorgestellt, die dem EU-Rechtsrahmen entspricht. Sie wurde in Partnerschaft mit Davis Farm Oregon entwickelt und wird als robust, produktiv und besonders tolerant gegenüber Mehltau und Botrytis beschrieben. Ihr Aromaprofil wird als erdig angekündigt, begleitet von Noten von Menthol und Basilikum. Ihr Blütenertrag wird auf 2000 bis 2500 kg/Hektar geschätzt, mit einem CBD-Anteil zwischen 7 % und 10 %.
Die Seraly 25 (Serenity CBG) ist eine feminisierte, photoperiodische Sorte mit Schwerpunkt auf CBG, die mit 15% und einem THC-Gehalt von weniger als 0,2% angekündigt wird. Sie wurde in Partnerschaft mit Phytonix USA entwickelt. FBS hebt seine frühe Reife hervor, die das Pilzrisiko am Ende der Blütezeit begrenzen soll, sowie ein Terpenprofil, das auf Zitrusfrüchte ausgerichtet ist. Die angekündigten Erträge sind ähnlich wie bei Revelation, um 2000 bis 2500 kg/Hektar.
Ein starkes Signal für die europäische Saatgutsouveränität
Abgesehen von den technischen Merkmalen stellt die Aufnahme in den Katalog vor allem ein Signal für die Branche dar: das Signal einer möglichen Wende hin zu zertifiziertem feminisiertem Saatgut, das an die Märkte für cannabinoidreiche Blumen angepasst ist.
In einem Kontext, in dem die Strukturierung des europäischen Hanfs weiterhin von administrativen Zwängen und einem starken internationalen Wettbewerb geprägt ist, hofft FBS, eine neue Dynamik zu eröffnen. Das Unternehmen behauptet im Übrigen, dass dieser Erfolg über seinen eigenen Fall hinausgeht.
“ 🧑🌾Dieser Erfolg ist auch der Erfolg einer ganzen Branche, die seit ihren Anfängen darauf wartet, sich offiziell entwickeln und durch die Genetik abheben zu können!“
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