Spanische Forscher revolutionieren den Nachweis von THC im Speichel mit einem innovativen System
Die Universitäten von Cordoba und Valencia haben zusammengearbeitet, um eine revolutionäre Technik zum Nachweis von THC im Speichel zu entwickeln.
Diese Technik ist nicht nur effektiver als bisherige Mittel, sondern benötigt auch nur eine minimale Speichelprobe – ein bedeutender Fortschritt in der Technologie zum Nachweis von Cannabis.
Eine vereinfachte und effiziente Analysemethode
Forscher der Gruppe für erschwingliche und nachhaltige Probenvorbereitung der Universität Córdoba (UCO) und der Gruppe GICAPC der Universität Valencia (UV) arbeiteten gemeinsam an der Entwicklung einer Technik, die den Prozess der Probenverarbeitung vereinfacht.
Die wichtigste Neuerung besteht darin, dass die für die Analyse erforderlichen Schritte von fünf auf zwei reduziert werden, wodurch der Prozess erheblich beschleunigt wird. Wie Marisol Cárdenas, Professor an der UCO, erklärt: „Wir reduzieren auf zwei Schritte, wofür sonst fünf nötig wären“.
Die Technik nutzt die dispersive Sorptionsmikroextraktion mit einem miniaturisierten Rührstab, eine Methode, bei der ein Material mit magnetischen Eigenschaften verwendet wird, um THC aus Speichel zu extrahieren.
Laut Jaime Millán Santiago, Forscher an der UCO, besteht das Verfahren „darin, ein Material hinzuzufügen, das die Analyten in der Probe (in diesem Fall Tetrahydrocannabinol im Speichel) extrahieren kann und magnetische Eigenschaften besitzt“.
Wenn ein kleiner Magnet in die Speichelprobe eingeführt wird, verursacht die magnetische Bewegung einen Wirbel, der die Partikel zerstreut, die dann mit den THC-Molekülen interagieren. Wenn die Bewegung aufhört, werden die mit THC geladenen Partikel wieder von dem Magneten angezogen, wodurch sie extrahiert werden können.
Nach der anfänglichen Vorbereitung der Probe wird im nächsten Schritt der mit THC-Partikeln beschichtete Magnet auf eine Nadel aus rostfreiem Stahl übertragen, einem verfügbaren und billigen Material. Es wird eine Hochspannung angelegt und ein organisches Lösungsmittel bricht die Wechselwirkung zwischen dem Extraktionsmaterial und dem THC auf, wodurch ein elektrischer Sprühnebel entsteht, der dann in ein Massenspektrometer eingeleitet wird. Diese Methode ermöglicht einen genauen und empfindlichen Nachweis von THC in nur wenigen Minuten.
Professor Rafael Lucena von der UCO merkt an, dass „diese Technologie bereits in die routinemäßigen Analysemethoden der Labore integriert werden könnte“.
Das System zeichnet sich durch seine Empfindlichkeit, Präzision und Genauigkeit aus, was es zu einem robusten Werkzeug für den Nachweis von Cannabis macht.
Die Studie wurde in der Zeitschrift Analytical Chemistry veröffentlicht.
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