Cannabis für den Freizeitgebrauch

Deutschland: Die Linke fordert eine vollständige Legalisierung von Cannabis

Published

on

Die Fraktion Die Linke hat einen Antrag im Bundestag eingebracht:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline“>Bundestag eingereicht, in dem eine grundlegende Reform der aktuellen Gesetzgebung und eine vollständige, begleitete und konsequente Legalisierung von Cannabis in Deutschland gefordert wird.

PUBLICITE

Das im Frühjahr 2024 verabschiedete Cannabisgesetz (CanG) machte den Weg frei für den privaten Anbau und die Gründung von Anbauvereinen, die oft als Cannabis Social Clubs bezeichnet werden. Außerdem überarbeitete es den Rahmen für medizinisches Cannabis. Laut dem in dem Antrag (21/3912) zitierten Zwischenbericht zur Evaluierung werden die Ergebnisse jedoch als sehr unzureichend eingestuft.

Im Jahr 2024 betrug die Produktion der Anbauverbände nicht einmal 0,1 % der Gesamtnachfrage. Administrative und regulatorische Hürden bremsen oder verhindern sogar ihr normales Funktionieren. Das Ergebnis: Ohne gesetzliche Anpassungen werden diese Strukturen nicht wesentlich zur Eindämmung des Schwarzmarkts beitragen.

Legaler Zugang noch marginal

Für Die Linke ist der Befund klar: Legale Beschaffungsmöglichkeiten sind in vielen Regionen nach wie vor rar. Verbraucher, die nicht selbst anbauen können oder wollen, bleiben auf den illegalen Markt angewiesen.

Die wachsende Nachfrage nach medizinischem Cannabis verstärkt diese Spannung. Dieser Kanal bleibt jedoch strikt auf medizinische Indikationen beschränkt. Gleichzeitig verlangen die Nutzer nach Produkten, deren Qualität garantiert ist und deren THC-Gehalt klar angegeben ist, und zwar nicht nur im therapeutischen Rahmen.

Angesichts dieser Situation hält die Bundestagsfraktion das derzeitige Modell der Teillegalisierung für inkohärent. Sie fordert die Bundesregierung auf, keine Maßnahmen zu ergreifen, um die teilweise Legalisierung des Freizeitkonsums rückgängig zu machen, sondern stattdessen die bestehenden Gesetzeslücken zu schließen.

Der Antrag setzt sich für die Zulassung wissenschaftlicher Pilotprojekte ein, mit denen verschiedene Modelle für die legale und kontrollierte Abgabe von Cannabis getestet werden sollen. Der derzeitige Rechtsrahmen lässt Projekte zu wissenschaftlichen Zwecken theoretisch zu, ihre Umsetzung bleibt jedoch begrenzt. In der Schweiz laufen bereits mehrere Pilotprojekte zur nichtmedizinischen Verwendung, um die Verteilungssysteme und ihre Akzeptanz zu bewerten.

In Deutschland fordert Die Linke eine bundesweite Zulassung von Anbauverbänden möglichst einheitlich und unbürokratisch. Damit sollen regionale Unterschiede und bürokratische Hürden, die ihre Entwicklung behindern, vermieden werden.

Die Gruppe plädiert außerdem für die Beseitigung der „Überbleibsel der Verbotspolitik“. Dazu gehören die Abschaffung konsumspezifischer Beschränkungen und die Angleichung an die für Tabak geltenden Nichtraucherschutzbestimmungen.

Besitz, Vertrieb und Verkehrssicherheit

Zu den Vorschlägen gehört die Anhebung der Höchstgrenze für den Besitz in der Wohnung auf ein Niveau, das für den privaten Anbau von drei Pflanzen pro Person als realistisch angesehen wird. Auch die nichtkommerzielle Verbreitung unter Erwachsenen würde legalisiert werden.

Die Linke fordert außerdem eine Neudefinition der THC-Grenzwerte, die im Straßenverkehr gelten, um die ihrer Meinung nach bestehende Diskriminierung von Alkohol und Cannabis zu beenden. Die Regeln sollten landesweit einheitlich sein und sich nur auf akute konsumbedingte Beeinträchtigungen der Fahrtüchtigkeit konzentrieren und alle als schikanös empfundenen Maßnahmen ausschließen.

Über den nationalen Rahmen hinaus fordert die Bundestagsfraktion die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, die rechtlichen Voraussetzungen für eine vollständige Legalisierung von Cannabis zu schaffen.

Schließlich betont der Antrag die Notwendigkeit, die Finanzmittel für Prävention, Schadensminderung und Suchtbehandlung deutlich zu erhöhen. Den Unterzeichnern zufolge sind diese Mittel seit Jahrzehnten unzureichend.

Click to comment

Trending

Die mobile Version verlassen