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Indiana erwägt Legalisierung von Cannabis ohne Einzelhandel

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In Indiana, einem der restriktivsten US-Bundesstaaten in Bezug auf die Cannabispolitik, ist ein unerwarteter Vorschlag aufgetaucht. Ein neuer Gesetzentwurf, der zu älteren hinzukommt, könnte die strafrechtlichen Sanktionen für den Besitz und den Anbau in kleinem Maßstab abschaffen, ohne jedoch einen legalen Markt zu schaffen.

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Der am 6. Januar vom demokratischen Abgeordneten Mitch Gore vorgelegte Gesetzentwurf würde alle Strafen für den Besitz oder den Anbau von bis zu zwei Unzen (56 Gramm) Cannabis abschaffen. Der Vorschlag würde kein reguliertes System für die Produktion oder den Einzelhandel einführen, sondern sich stattdessen für etwas entscheiden, das man als eine nichtkommerzielle Form der Legalisierung bezeichnen könnte.

Wenn der Gesetzentwurf angenommen wird, würde er das aktuelle Gesetz des Bundesstaates ändern, das derzeit jeglichen Besitz oder Anbau von Cannabis, unabhängig von der Menge, als Straftat der Klasse B einstuft. In dem neuen Rahmen wäre es Erwachsenen erlaubt, begrenzte Mengen zu besitzen oder anzubauen, ohne eine Strafverfolgung befürchten zu müssen, während der kommerzielle Verkauf weiterhin illegal wäre.

Medizinisches Cannabis ist in Indiana weiterhin illegal.

Begrenzter Umfang und klare Einschränkungen

Der Vorschlag bleibt in seinem Geltungsbereich vorsichtig. Konzentrierte Produkte wie Haschisch und Konzentrate würden weiterhin vollständig verboten sein. Darüber hinaus würde zwar der Besitz in geringem Umfang nicht mehr bestraft, größere Mengen würden jedoch weiterhin strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Die Menge an Cannabis, die erforderlich ist, um eine Straftat der Stufe 6 auszulösen – die mit bis zu 2,5 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 10.000 US-Dollar geahndet werden kann – würde von 30 Gramm auf vier Unzen (112 Gramm) steigen.

Der Gesetzentwurf wurde an den Hausausschuss für Gerichte und Strafgesetzbuch zurückverwiesen, wo seine Zukunft weiterhin ungewiss ist. Die Befürworter der Reform hatten es immer schwer, sich in der konservativen Legislative von Indiana durchzusetzen, wo sich die führenden Politiker stets gegen eine Cannabisreform ausgesprochen haben.

Bundesweite Unterschriften und lokale Spannungen

Trotz des Widerstands in der Legislative könnten die jüngsten Entwicklungen auf Bundesebene die Debatte beeinflussen. Der republikanische Gouverneur von Indiana, Mike Braun, deutete an, dass die Entscheidung des Bundes, Cannabis neu einzustufen, lokalen Reformbemühungen einen „kleinen Schub“ verleihen könnte.

Die öffentliche Meinung scheint den Gesetzgebern einen Schritt voraus zu sein. Eine Umfrage aus dem letzten Jahr ergab, dass 87% der Erwachsenen in Indiana die Legalisierung in der einen oder anderen Form unterstützen. Braun selbst räumte ein, dass es „wahrscheinlich an der Zeit“ sei, den therapeutischen Gebrauch für Patienten zuzulassen.

Dennoch bleibt der Widerstand führender Republikaner stark. Senator Jim Banks, Mitglied der Kongressdelegation aus Indiana, sprach sich vehement gegen eine Reform auf Bundesstaatsebene aus, räumte aber ein, dass das Thema weiterhin Gegenstand von Debatten sein werde.

„Präsident Trump war in dieser Hinsicht ehrlich, indem er ganz klar erklärt hat, dass Marihuana auf der Straße nicht gerochen werden sollte. Zahlreiche Bundesstaaten haben es legalisiert. Das hat zu noch mehr Kriminalität und Problemen geführt“, sagte Banks. „Ich hoffe übrigens, dass Indiana niemals ein Staat sein wird, der Marihuana legalisiert“

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