Cannabis in Arizona

Welche US-Bundesstaaten könnten Cannabis im Jahr 2026 legalisieren?

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Bisher erlaubt bereits fast die Hälfte der US-Bundesstaaten den Konsum von Cannabis durch Erwachsene, und fast alle haben eine Form des Zugangs zu medizinischem Cannabis eingeführt.

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In diesem Jahr könnte der Kontext der bundesweiten Neueinstufung von Cannabis die Dinge beschleunigen und widerspenstige Staaten dazu bringen, die medizinische Verwendung von Cannabis zumindest zu erlauben.

Medizinisches Cannabis: Wachsender Druck in den prohibitionistischen Staaten

Idaho, Kansas und Carolinas

Die Befürworter von Idaho verfolgen eine Referendumsinitiative, die ein streng reguliertes medizinisches Programm schaffen würde. Gleichzeitig haben die Gesetzgeber eine konkurrierende Verfassungsänderung eingebracht, die eine zukünftige, von den Wählern angeführte Legalisierung verhindern soll, was die defensive Haltung unterstreicht, die in einigen gesetzgebenden Versammlungen noch immer vorherrscht.

In Kansas stellt die öffentliche Meinung kein Hindernis mehr dar. Umfragen zeigen eine überwältigende Unterstützung für den medizinischen Zugang, doch die gesetzgeberischen Bemühungen sind wiederholt gescheitert. Gouverneurin Laura Kelly hat sich offen für eine Reform ausgesprochen, aber die Senatsführung bleibt gespalten, da einige Gegner die Legalisierung trotz begrenzter Beweise mit Kriminalität in Verbindung bringen.

Auch in North Carolina und South Carolina könnte es zu Veränderungen kommen. In North Carolina warnte Gouverneur Josh Stein, dass der derzeitige unregulierte Markt für Rauschhanf Risiken für die Verbraucher schafft und die öffentliche Sicherheit gefährdet. Der Gouverneur von South Carolina, Henry McMaster, war zwar vorsichtig, räumte aber ein, dass es „überzeugende“ Argumente für den medizinischen Gebrauch gebe – eine ungewöhnliche Aussage in einem Staat, in dem der Widerstand der Strafverfolgungsbehörden lange Zeit die Debatte dominiert hatte.

Die Langsamkeit in Wisconsin

In Wisconsin bleibt das medizinische Cannabis trotz parteiübergreifender Diskussionen und öffentlicher Unterstützung auf der Stelle treten. Die republikanischen Führer beider Kammern haben erkannt, dass das Thema nicht verschwinden wird, auch wenn sie weiterhin Abstimmungen blockieren. Die Neueinteilung der Wahlkreise und das bevorstehende Rennen um den Gouverneursposten könnten das politische Kalkül verändern, zumal das benachbarte Illinois wirtschaftliche Vorteiles aus dem grenzüberschreitenden Tourismus im Zusammenhang mit Cannabis zieht.

Cannabis für den Freizeitgebrauch: Schlüsselstaaten, die Sie im Auge behalten sollten

Florida, Hawaii, New Hampshire und Pennsylvania

Unter den Staaten, die eine Legalisierung von Cannabis für Erwachsene in Erwägung ziehen, bleibt Florida einer der am stärksten überwachten Staaten. Die Gesetzgeber werden wahrscheinlich nicht direkt handeln, aber eine Referendumsinitiative, die von der Kampagne Smart & Safe Florida unterstützt wird, könnte den Wählern eine neue Chance geben, ihre Meinung zu äußern. Eine ähnliche Maßnahme scheiterte 2024 trotz der Unterstützung der Mehrheit, da sie die für eine Verfassungsänderung erforderliche 60%-Schwelle nicht erreichte. Rechtliche Anfechtungen und politische Opposition, insbesondere von Gouverneur Ron DeSantis, trüben weiterhin die Aussichten.

In Hawaii wurden die Gesetzgebungsbemühungen mehrfach blockiert, doch die Dynamik nimmt langsam zu. Der Gouverneur Josh Green unterstützt die Legalisierung, und einige Gesetzgeber erwägen nun, die Frage direkt den Wählern vorzulegen. Die Spaltungen innerhalb des Repräsentantenhauses, insbesondere unter den Abgeordneten aus Oahu, stellen jedoch weiterhin ein großes Hindernis dar.

New Hampshire veranschaulicht einen weiteren wiederkehrenden Trend: eine starke Unterstützung des Hauses, gepaart mit dem Widerstand des Senats und einem offen feindseligen Gouverneur. Mehrere Gesetzesentwürfe wurden für 2026 vorgelegt, darunter ein Vorschlag, die Legalisierung einer Abstimmung auf Bundesstaatsebene zu unterwerfen. Wie ein Gesetzgeber bei einer Anhörung des Ausschusses unverblümt erklärte, könnte die Strategie darin bestehen, die Gegner zu zwingen, eine Politik mit eindeutiger Unterstützung der Bevölkerung öffentlich zu blockieren.

In Pennsylvania dreht sich die Debatte zunehmend um die Steuerpolitik. Das Kammerparlament hat bereits einen Gesetzentwurf zur Legalisierung verabschiedet, der jedoch vom republikanisch kontrollierten Senat abgelehnt wurde. Die Befürworter der Legalisierung argumentieren, dass der regulierte Verkauf von Cannabis hohe Steuereinnahmen generieren könnte, während die Skeptiker das bestehende Bundesverbot, auch wenn es gelockert werden sollte, als Grund für die Vorsicht anführen.

Virginia und die Frage des Zugangs zum Einzelhandel

Virginia stellt einen einzigartigen Fall dar. Der Besitz und der heimische Anbau von Cannabis sind seit 2021 legal, der Verkauf im Einzelhandel bleibt jedoch verboten. Der scheidende Gouverneur Glenn Youngkin hat gegen mehrere Versuche, einen kommerziellen Markt zu etablieren, sein Veto eingelegt. Dies könnte sich unter der gewählten Gouverneurin Abigail Spanberger ändern, die ihre bedingte Unterstützung für den regulierten Verkauf zum Ausdruck brachte und sich dabei auf Kennzeichnungsstandards und zweckgebundene Steuereinnahmen konzentrierte. Ein kürzlich von einem staatlichen Ausschuss veröffentlichter Vorschlag könnte den Prozess 2026 endlich vorantreiben.

Rückgang der Legalisierung: Ein schwaches Signal in einigen Staaten

Eine neue Kategorie von Staaten taucht in diesem Jahr auf: diejenigen, die Initiativen begrüßen, um bestehende Gesetze rückgängig zu machen. Arizona, Maine und Massachusetts haben alle aktive oder sich abzeichnende Initiativen, die darauf abzielen, Teile ihres Regelwerks für den Gebrauch durch Erwachsene abzubauen. Diese Vorschläge bewahren in der Regel den Besitz, während sie den kommerziellen Verkauf eliminieren, was auf eine Rekriminalisierung des Marktes hinausläuft, ohne das Verbot vollständig wiederherzustellen.

In Massachusetts, wo die Verkäufe an Erwachsene 8 Milliarden US-Dollar überschritten haben, warnten die Regulierungsbehörden, dass die Aufhebung die Finanzierung von Programmen zur öffentlichen Gesundheit und zur Bekämpfung des Substanzmissbrauchs gefährden könnte.

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