MAC1: Die legendäre Cannabissorte, die durch einen Waschmaschinenunfall entstand
In der modernen Geschichte von Cannabis haben nur wenige Sorten den ikonischen Status von MAC1, auch bekannt als Miracle Alien Cookies, erreicht.
Der für diese Sorte verantwortliche Breeder, der mysteriöse Capulator, ist für sein relativ unauffälliges öffentliches Profil bekannt und dafür, dass er sich mehr auf seine Züchtung als auf Marketing konzentriert, obwohl er dies auf seine Weise tut. Er ist seit den 1990er Jahren aktiv und hat sich vor allem durch seine sorgfältige Arbeit mit Elite-Genetikern einen Namen gemacht.
Der Unfall, der zur Entstehung des Miracle 15
führte
Der Ursprung der MAC1 geht auf eine von Capulator durchgeführte Kreuzung zwischen einer Starfighter zurück, einer von Alien Genetics entwickelten Sorte und einer kolumbianischen Landsorte, die er von einer Reise nach Südamerika mitgebracht hatte.
Im Laufe dieses Projekts wurden mehrere Samen aus dieser Kreuzung versehentlich in einer Hosentasche vergessen – die in der Waschmaschine landete. Zwischen dem heißen Wasser, der Wäsche und dem Rühren der Trommel waren die Bedingungen alles andere als ideal für das Überleben von Cannabissamen, die normalerweise durch solche Vorfälle zerstört werden.
Nach dem Waschen wurden die Samen dennoch eingesammelt und in einem letzten Keimversuch in ein feuchtes Papiertuch gelegt. Entgegen allen Erwartungen keimten einige von ihnen.
Doch die natürliche Auslese tat schnell ihre Arbeit. Innerhalb weniger Wochen gingen die meisten der jungen Pflanzen ein, bis nur noch ein einziger Überlebender übrig war. Es war der fünfzehnte Samen, der zum Keimen gebracht wurde, was ihm den Namen Wunder 15 einbrachte.
Eine weitere Besonderheit: Diese überlebende Pflanze entpuppte sich als männlich. Männliche Pflanzen produzieren zwar keine essbaren Blüten, spielen aber bei der Züchtungsarbeit eine wesentliche Rolle, da mit ihrem Pollen neue genetische Linien geschaffen werden können.
Kreuzung zwischen Alien Cookies und Miracle 15
Zur gleichen Zeit arbeitete Capulator an einer Alien Cookies F2, einer Selektion, die von Jaws Genetics aus Girl Scout Cookies und Aliendawg entwickelt wurde. Laut dem Breeder hatte diese Sorte eines der beeindruckendsten aromatischen und psychoaktiven Profile, die er je erlebt hatte.
Die Alien Cookies F2 hatte auch einen Schwachpunkt: ein relativ langsames Wachstum und begrenzte Erträge. Hier kam Miracle 15 ins Spiel.
Mithilfe der Pollen dieses resistenten Männchens bestäubte Capulator die Alien Cookies F2 mit dem Ziel, die aromatische Intensität der Alien Cookies mit einer verbesserten Wüchsigkeit und Produktivität zu kombinieren. Die daraus gewonnenen Samen führten schließlich zur Züchtung einer der erkennbarsten Sorten des modernen Cannabis, der MAC 1.
Die Umstellung auf MAC1
Als die aus dieser Kreuzung hervorgegangenen Samen keimten, entstanden mehrere Phänotypen. Unter diesen stach eine Pflanze schnell hervor. Dieser Phänotyp wies genau die von Cap erhoffte Kombination auf: eine höhere Wuchskraft als Alien Cookies, eine reiche Harzproduktion und ein komplexes Aromaprofil, das cremige Noten mit Zitrusfrüchten und Kraftstoff kombinierte.
Diese außergewöhnliche Pflanze wurde zur MAC1, die oft als „Cap’s Cut“ bezeichnet wird, wenn man sich auf den ursprünglichen Klon bezieht.
Die offizielle Keimung der ersten MAC-Samen soll am 1. Januar 2016 stattgefunden haben, was den Beginn des rasanten Aufstiegs dieser Sorte in der Cannabiswelt markierte.
Eine Kultivar, die die moderne Genetik neu definiert hat
Zunächst verbreitete Capulator die MAC1-Samen nicht weitläufig. Die Sorte zirkulierte innerhalb eines relativ kleinen Netzwerks von Züchtern.
Trotz ihrer eingeschränkten Verfügbarkeit zog MAC1 schnell die Aufmerksamkeit auf sich. Ihre Blüten wurden für ihre dicke Schicht von Trichomen berühmt, die den Blüten oft ein frostiges Aussehen verlieh, das nicht nur Züchter, sondern auch Haschischhersteller und Konzentratproduzenten anzog.
Chemisch gesehen enthält der Kultivar in der Regel THC-Werte von etwa 20-23 %, obwohl einige moderne Phänotypen diesen Bereich überschreiten würden. Ihr Terpenprofil umfasst häufig Limonen, Pinen und Caryophyllen, die zu süßen Zitrusaromen beitragen, die mit würzigen und krautigen Noten gemischt sind.
Heute wird MAC1 weithin als eine der entscheidenden Sorten der Post-Cookies-Ära in der Cannabiszüchtung angesehen. Ihre Genetik hat zahlreiche Hybriden und abgeleitete Sorten inspiriert, die sowohl auf legalen Märkten als auch für den Eigenanbau angebaut werden.
Ihre Entstehungsgeschichte veranschaulicht auch eine wichtige Tatsache der Züchtung: Selbst in einer hochtechnischen Disziplin spielt der Zufall oft eine entscheidende Rolle!
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