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Florida entfacht die Debatte über die Legalisierung von Cannabis neu

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Ein neuer Gesetzentwurf, der in Florida eingebracht wurde, legt ein Stück zurück bei der Legalisierung von Cannabis in diesem Staat.

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Der vom demokratischen Senator Carlos Guillermo Smith eingebrachte Vorschlag zielt darauf ab, den Cannabiskonsum von Erwachsenen zu legalisieren und gleichzeitig den Markt für medizinisches Cannabis, der in Florida streng kontrolliert wird und dem Kritiker vorwerfen, wie ein Monopol zu funktionieren, grundlegend zu reformieren.

Diese Initiative kommt zu einer Zeit, in der der Supreme Court of Florida die Verfassungsmäßigkeit einer anderen von der Industrie unterstützten Legalisierungsmaßnahme prüft, die den Wählern im November zur Abstimmung vorgelegt werden soll. Vor diesem unsicheren Hintergrund positioniert sich Smiths Gesetzentwurf sowohl als Rahmen für die Legalisierung als auch als strukturelle Neugestaltung der Lizenzierung und Regulierung von Cannabisunternehmen im Bundesstaat.

Was der Gesetzentwurf für Erwachsene und Patienten ändern würde

Nach dem vorgelegten Text wäre es Erwachsenen ab 21 Jahren erlaubt, bis zu vier Unzen (112 Gramm) Cannabis oder Produkte mit bis zu 2.000 Milligramm THC zu besitzen. Patienten, die Cannabis zu medizinischen Zwecken verwenden, würden zusätzliche Rechte erhalten, darunter die Möglichkeit, bis zu sechs blühende Pflanzen zu Hause für den persönlichen Gebrauch anzubauen.

Wenn es verabschiedet wird, könnten bestehende Cannabis-Medizinische Behandlungszentren (TCBM) Einzelhandelslizenzen für Erwachsene beantragen und ab Januar nächsten Jahres mit dem Verkauf an nichtmedizinische Verbraucher beginnen. Der Besitz würde jedoch nur für Produkte legal bleiben, die von lizenzierten Betreibern gekauft wurden.

Smith stellte den Gesetzentwurf als Reaktion auf die Frustration der Wähler vor, nachdem eine Referendumsinitiative aus dem Jahr 2024 mehrheitlich unterstützt wurde, aber die Zustimmungsschwelle von 60% in Florida nicht überschreiten konnte.

„Wir können uns nicht als „Freistaat Florida“ bezeichnen und gleichzeitig den Cannabiskonsum von Erwachsenen weiterhin kriminalisieren“, sagte er. Er fügte hinzu, dass dieser Vorschlag ein „sicheres, verantwortungsvolles und streng reguliertes“ System schaffen und gleichzeitig die persönlichen Freiheiten erweitern würde.

Vertikale Integration in der Cannabisbranche in Florida beenden

Eines der interessantesten Elemente des Gesetzentwurfs betrifft die Struktur des medizinischen Marktes in Florida. Derzeit sind die MTCMs verpflichtet, nach einem Modell der vertikalen Integration zu arbeiten und den Anbau, die Verarbeitung, den Vertrieb und den Einzelhandel zu kontrollieren. Nach Ansicht ihrer Kritiker hat dieser Ansatz den Wettbewerb eingeschränkt und eine kleine Anzahl von Großbetreibern begünstigt.

Die neue Gesetzgebung würde die Lizenzkategorien trennen und unabhängige Lizenzen für den Anbau, die Herstellung, den Transport und den Einzelhandel zulassen. Obwohl sie keine spezifische Erhöhung der Anzahl der Lizenzen vorschreibt, beauftragt sie das Gesundheitsministerium von Florida, die Regeln für die Registrierung und Verlängerung zu überarbeiten, was den Weg für neue Marktteilnehmer ebnen würde.

Der Vorschlag würde es lizenzierten Anbauern und Verarbeitern auch ermöglichen, Großhandelsgeschäfte mit anderen Marktteilnehmern zu tätigen, was derzeit verboten ist. Gleichzeitig würde das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherdienste beauftragt, Regeln für den Eigenanbau zu entwerfen, einschließlich der Möglichkeit von Modellen für den genossenschaftlichen Anbau.

Über die Marktstruktur hinaus enthält der Gesetzentwurf auch Bestimmungen zur sozialen Gerechtigkeit. Personen, die bereits für Aktivitäten verurteilt wurden, die legal werden würden, könnten eine erneute Verurteilung oder eine Streichung aus dem Register beantragen. Medizinische Cannabisprodukte wären für Patienten und Pflegepersonal weiterhin von staatlichen Steuern befreit, aber die lokalen Behörden könnten den Vertriebseinrichtungen Gewerbesteuern auferlegen.

Ein breiterer politischer und rechtlicher Kampf

Der Vorschlag kommt vor dem Hintergrund intensiver politischer Manöver. Republikanische Politiker, darunter Gouverneur Ron DeSantis, haben die Bemühungen um eine Legalisierung des Konsums durch Erwachsene offen kritisiert und argumentiert, dass eine solche Politik nicht in der Verfassung des Bundesstaates verankert werden sollte.

Gleichzeitig deuten Umfragen auf eine starke Unterstützung in der Bevölkerung hin, wobei 67% der Wähler in Florida parteiübergreifend die Legalisierung befürworten.

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