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Mehr als 200 Tonnen importiert: Deutscher Markt für medizinisches Cannabis erlebt 2025 einen Boom

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Medizinisches Cannabis in Deutschland bis 2025
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Deutschland baut seine Position als größter europäischer Markt für medizinisches Cannabis weiter aus. Laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat das Land im Jahr 2025 mehr als 201 Tonnen medizinisches Cannabis importiert, was einem dramatischen Anstieg gegenüber den 72,85 Tonnen im Jahr 2024 entspricht.

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Die jüngsten Quartalszahlen zeigen, dass allein im vierten Quartal 56,625 Tonnen importiert wurden, während die früheren Daten für 2025 nach oben korrigiert wurden. Beispielsweise wurden die Importe im dritten Quartal von 56,915 Tonnen auf 59,076 Tonnen angepasst, was den anhaltenden Aufwärtstrend während des gesamten Jahres bestätigt.

Dieser starke Anstieg unterstreicht die schnelle Expansion des deutschen Marktes für medizinisches Cannabis, der weiterhin stark von Importen abhängig ist. Erneut behielt Kanada seine Position als größter Lieferant bei und baute damit seine Dominanz auf der globalen Exportbühne weiter aus.

Regulatorische Änderungen fördern die Nachfrage und den Zugang

Einer der Haupttreiber dieses Wachstums war die regulatorische Änderung, die am 1. April 2024 in Kraft trat, als Cannabis aus dem deutschen Betäubungsmittelgesetz gestrichen wurde. Diese Reform hat den Zugang für Patienten, die medizinische Cannabisrezepte erhalten möchten, erheblich vereinfacht.

Um ein Rezept zu erhalten, ist heute oft kaum mehr erforderlich als das Ausfüllen eines Online-Fragebogens über telemedizinische Plattformen wie „DoktorABC“. Die Rezepte werden dann an Versandapotheken weitergeleitet, die die Produkte direkt an die Wohnung der Patienten liefern.

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Dieser vereinfachte Prozess hat zur Normalisierung der Cannabisbehandlung innerhalb des Gesundheitssystems beigetragen und das einstige Nischensegment in einen schnell wachsenden Pharmamarkt verwandelt.

Ein Milliardenmarkt unter Druck

Die Expansion des Sektors spiegelt sich auch in seinem wirtschaftlichen Gewicht wider. Nach Schätzungen der Branche hat der deutsche Markt für medizinisches Cannabis im Jahr 2025 einen Umsatz von etwa 1 Milliarde Euro generiert.

Dieses schnelle Wachstum hat jedoch zu einem verstärkten Wettbewerb geführt. Eine wachsende Zahl von Anbietern und eine breitere Produktpalette üben einen Abwärtsdruck auf die Preise aus. Der Marktanalyst Alfredo Pascual stellt in der SüddeutscheZeitung fest: „Es gibt deutlich mehr medizinisches Cannabis und eine viel größere Vielfalt an Produkten auf dem Markt. Das führt zu einem erheblichen Preisdruck“

Die Daten von Cannamonitor legen nahe, dass der durchschnittliche Preis pro Gramm von 8,20 € auf 5,20 € fallen könnte, was den verschärften Wettbewerb und die Herausforderung für die Unternehmen unterstreicht, ihre Gewinnspannen zu halten und gleichzeitig ihr Geschäft auszubauen.

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Konsolidierung der Branche beschleunigt sich

Angesichts dieses Drucks entwickelt sich die Konsolidierung zu einer Schlüsselstrategie. Eine der jüngsten Entwicklungen betrifft eine geplante Fusion zwischen Canify AG und MG Health Limited, die darauf abzielt, die gesamte Wertschöpfungskette vom Anbau bis zum Vertrieb in einem einzigen Unternehmen zu integrieren.

Canify AG, ein bayerisches Pharmaunternehmen, das auf die Verarbeitung und den Vertrieb von medizinischem Cannabis spezialisiert ist, plant, im Jahr 2025 einen Umsatz von etwa 21 Millionen Euro zu erwirtschaften. Ihr potenzieller Partner, MG Health Limited, baut Cannabis in Lesotho unter Einhaltung der GMP (Good Manufacturing Practice) an und ist damit einer der ersten afrikanischen Produzenten, der die europäischen Pharmastandards erfüllt.

Durch die Fusion sollen die günstigen Anbaubedingungen in Lesotho, einschließlich reichlich Sonnenlicht und niedriger Energiekosten, genutzt werden, um einen strukturellen Kostenvorteil gegenüber europäischen Produzenten zu erzielen, bei denen der Anbau in Innenräumen häufig mit höheren Ausgaben verbunden ist.

Bei einem erfolgreichen Abschluss plant die neue Gruppe, in mehr als sieben Ländern tätig zu werden, was die zunehmend internationale Natur der medizinischen Cannabislieferkette widerspiegelt.

Der globale Wettbewerb gestaltet die europäische Landschaft neu

Diese Fusion ist kein Einzelfall. Die kürzlich erfolgte Übernahme des deutschen Start-ups Sanity durch das kanadische Unternehmen Organigram für rund 250 Millionen Euro zeigt das wachsende Interesse internationaler Akteure am dynamischsten Markt Europas.

Während Deutschland die Nachfrage weiterhin ankurbelt, passt sich die weltweite medizinische Cannabisindustrie schnell an. Produzenten aus Kanada, Afrika und anderen Ländern konkurrieren um Marktanteile, während lokale Unternehmen versuchen, durch Partnerschaften und Fusionen an Größe und Effizienz zu gewinnen.

Das Ergebnis ist ein expandierender und gleichzeitig reifender Markt, der durch einen verbesserten Zugang für Patienten, sinkende Preise und einen zunehmenden Wettbewerb gekennzeichnet ist. Auch wenn das Wachstum weiterhin stark ist, werden die kommenden Jahre wahrscheinlich die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen, die in diesem sich verändernden und zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld tätig sind, auf die Probe stellen.

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