Die CBD-Highlights vom Oktober 2026: 10 Blüten und Haschisch-Sorten von 5 französischen Herstellern, die es zu entdecken gilt
Von Haschisch mit Noten von Birne und weißen Blüten bis hin zu Hanfblüten, die an Limonade, rote Beeren oder Benzin erinnern, die Oktober-Auswahl räumt einzigartigen Aromaprofilen einen besonderen Platz ein. Bei diesem ersten monatlichen Treffen stellen Newsweed und Testeur de CBD fünf französische Produzenten und zehn Produkte vor, die es verdienen, näher betrachtet zu werden.
Das französische CBD hat sich stark verändert. Blüten mit austauschbaren Aromen weichen nach und nach ausgefeilten Genetiken, nach ihrem Charakter ausgewählten Phänotypen und Anbaumethoden, die darauf abzielen, die gesamte Komplexität des Hanfs zu bewahren. Auch die Harze folgen diesem Trend: Bei den Extraktionen geht es nicht mehr nur darum, die Cannabinoide zu konzentrieren, sondern auch darum, die aromatische Identität der Pflanze wiederzugeben.
Zur Einweihung dieser monatlichen Auswahl arbeitet Newsweed mit „Testeur de CBD“ zusammen, dessen Verkostungen und Produktanalysen den Ausgangspunkt für diese Auswahl bilden. Auf dem Programm stehen: zwei Haschischsorten von Canebiera, die Blüten light dep von Cannapache und Izno Farm, die Produkte aus lebendigem Boden von Jungle House sowie zwei Indoor-Kreationen von La Tête Française.
Canebiera: Haschisch als Ausdruck des Terroirs
Das in Südfrankreich ansässige Unternehmen Canebiera hat sich in der französischen CBD-Landschaft eine ganz eigene Identität erarbeitet. Die Sorten zeichnen sich durch originelle, manchmal verwirrende Aromen aus, und die Arbeit an den Harzen setzt diese Forschung fort.
Zwei Produkte veranschaulichen diesen Ansatz besonders gut: „Dulcis Candy“ und „Pear Blossom“, die beide im Trockenverfahren gewonnen wurden.
Dulcis Candy: Süßigkeiten, Blumen und Kohlenwasserstoffe

Dulcis Candy von Canebiera
Dulcis Candy ist ein Haschisch, das aus einer Kreuzung zwischen „Strawberry Suisse“ und „Afghani Hollandaise“ stammt. Es wird im Gewächshaus nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus angebaut und anschließend durch Trockensieben auf 150 Mikrometer (Dry Sift) verarbeitet.
Mit einem im Test angegebenen CBD-Gehalt von 29,23 % zeichnet sich dieses Harz vor allem durch seinen aromatischen Charakter aus. Man findet Noten von Bonbons und Zucker, aber auch blumige und erdige Nuancen sowie Anklänge von Benzin und Kohlenwasserstoffen. Eine ungewöhnliche Komposition, die sich von klassischen Harzen mit überwiegend holzigen oder würzigen Profilen abhebt.
Bei der Verkostung hebt Oro von „Testeur de CBD“ hervor, wie treu das Harz dem Profil der ursprünglichen Blüte bleibt. Die leicht schaumige Textur und die anhaltenden Aromen beim Verdampfen gehören zu seinen Stärken.
Pear Blossom: ein Harz mit Noten von Birne und weißen Blüten
Mit „Pear Blossom“ ändert sich die Stimmung. Dieses goldene Harz, das ebenfalls durch Trockensiebung bei 150 Mikrometern gewonnen wird, spielt eine weitaus zartere Melodie.
Sein Name fasst das von den Testern beschriebene Erlebnis recht gut zusammen: Birne, weiße Blüten, eine fruchtige Süße und eine schöne blumige Intensität. Das Bouquet behält beim Verdampfen seinen Charakter, auch wenn die Temperatur steigt.
Das „Pear Blossom“ gehörte übrigens zu den Favoriten des CBD-Tester-Teams, als es entdeckt wurde. Ein interessantes Beispiel dafür, was eine gut durchgeführte Extraktion zu einem blumigen Terpenprofil beitragen kann.
Cannapache: Zwei „Light Dep“-Blüten mit überraschenden Profilen
Auf geht’s in die Pyrénées-Orientales, wo Cannapache insbesondere Blüten im Lichtentzug oder Light Dep anbaut. Bei dieser Technik wird die Dauer der Lichtexposition kontrolliert, um die Blüte im Gewächshaus auszulösen.
In der aktuellen Auswahl fallen zwei Sorten aus ganz unterschiedlichen Gründen besonders auf: Mustard Berry und Sweet Frost.
Mustard Berry: Senf trifft auf rote Beeren

Mustard Berry von Cannapache
Das ist ein Profil, das man nicht jeden Tag antrifft. Im von Oro getesteten Phänotyp Nr. 1 entwickelt Mustard Berry Noten, die an Senfkörner erinnern, mit einem leichten Hauch von Wasabi.
Doch ihr Bouquet beschränkt sich keineswegs auf diese scharfe Facette, sondern offenbart auch blumige Nuancen, rote Beeren und eine dezente Süße. Eine überraschende Kombination, in der die pflanzlichen und würzigen Noten nie vollständig die Oberhand gewinnen.
Die Blüte weist eine relativ luftige Struktur auf, mit gut ausgeprägten Kelchen und sichtbaren Trichomen. Beim Zerkleinern gewinnt das Bouquet an Komplexität und lässt weitere harzige und fruchtige Nuancen erkennen.
Sweet Frost: eine Süßigkeit mit roten Beeren

Sweet Frost von Cannapache
Sweet Frost erschließt ein deutlich süßeres Geschmacksprofil. Der von Testeur de CBD getestete Phänotyp Nr. 5 erinnert an süße Bonbons, rote Beeren und insbesondere an Erdbeeren und Himbeeren.
Dieser Eindruck verstärkt sich beim Zerkleinern durch fast pudrige Zuckernoten, die an bestimmte Süßigkeiten aus der Kindheit erinnern.
Optisch zeichnet sich Sweet Frost durch kompakte, sattgrüne und harzige Blüten aus, die sorgfältig getrimmt sind. Ein interessanter Kontrast zur Mustard Berry, die luftiger und aromatisch ungewöhnlicher ist.
Diese beiden Sorten zeigen vor allem die Vielfalt der möglichen Ausprägungen innerhalb der Light-Dep-Produktionen von Cannapache.
Izno Farm: In der Corrèze werden Potenz und Charakter kultiviert
In der Corrèze setzt die Izno Farm ihre Arbeit an CBD-Genetiken mit starker aromatischer Persönlichkeit fort. Die Blüten werden in lebendigem Boden im Gewächshaus angebaut, wobei die Photoperiode mittels Light Dep gesteuert wird.
Zwei aktuelle Kreationen zeugen von diesem Streben nach intensiven Profilen, in denen sich spritzige, harzige und fruchtige Noten vermischen.
Château Izno: die Verbindung von Abacus und Tarmac

Château Izno
Entstanden aus der Kreuzung von Abacus × Tarmac, vereint Château Izno zwei aromatische Einflüsse, die von Liebhabern komplexer Genetiken geschätzt werden. Das von Testeur de CBD beschriebene Ergebnis beruht auf einem Gleichgewicht zwischen Frucht, spritzigen Noten und einem ausgeprägten harzigen Charakter, der im Cannabis-Jargon oft als „dank“ bezeichnet wird.
Diese Sorte steht ganz im Zeichen der Arbeit von Izno Farm: Blüten, die nicht nur auf Süße oder Zucker setzen, sondern auch eine ausgeprägtere Identität anstreben.
Shao Soda: eine sprudelnde Blüte

Shao Soda von Izno Farm
Mit Shao Soda, einer Kreuzung aus Blue Shao und Legendary Zombie Kush (LZK), bietet Izno Farm ein besonders ausdrucksstarkes Profil. Schon beim Öffnen erinnern die Aromen an saure Bonbons und sprudelnde Limonade. Darauf folgen Noten von Gas, Chem und einem Hauch von Zucker, ohne dass das Bouquet dabei wirklich süßlich wird.
Die Verkostung bestätigt diesen Eindruck. Oro beschreibt ein intensives, spritziges und säuerliches Profil, dessen süße Noten den eher rauen Charakter ausgleichen. Die Blüten sind etwas weniger kompakt als bei einigen anderen Sorten der Farm, doch der Reiz von Shao Soda liegt eindeutig in ihrem aromatischen Ausdruck.
Jungle House: Anbau auf lebendigem Boden im Dienste der Aromen
In Toulouse setzt Jungle House auf den Indoor-Anbau auf lebendigem Boden (living soil), ein Ansatz, der darauf abzielt, ein aktives biologisches Ökosystem rund um die Pflanzenwurzeln zu erhalten.
Der Produzent legt zudem großen Wert auf die genetische Selektion und die sorgfältige Pflege der Blüten nach der Ernte. In seiner Cuvée 2026 veranschaulichen zwei Sorten diesen Ansatz: Lemon Candy und Wild Rose × Abacus.
Lemon Candy: Zitrone in all ihren Facetten

Lemon Candy von Jungle House
Bei Lemon Candy macht der Name keine falschen Versprechungen. Diese Blüte entfaltet ein ausgesprochen zitroniges Profil, bei dem die Säure der Zitrusfrüchte auf die Süße von Süßigkeiten trifft.
Das Bouquet entwickelt sich im Laufe der Handhabung und beim Öffnen des Beutels weiter. Auf die ersten süßen und säuerlichen Eindrücke folgen eher pflanzliche, leicht bittere, manchmal holzige Noten. Eine harzige und fast seifenartige Note rundet das Gesamtbild ab.
Die Blüten weisen eine schöne Dichte auf und zeigen Nuancen von Grün, Violett und Rosa. Ihre Textur und die sorgfältige Bearbeitung tragen zum allgemeinen Eindruck von hoher Qualität bei, den „Testeur de CBD“ hervorhebt.
Wild Rose × Abacus: eine blumige Explosion

Wild Rose x Abacus von Jungle House
Dies ist wahrscheinlich eines der einzigartigsten Profile dieser Oktober-Auswahl. Wild Rose × Abacus vereint Aromen von Rosenblättern, Himbeeren, Trauben und dunklen Beeren auf einer süßen Basis, die an rote Fruchtbonbons erinnert.
Das Besondere an dieser Blüte liegt in der Intensität ihres blumigen Ausdrucks. Bei der Verkostung bei niedriger Temperatur hebt Oro die besonders ausgeprägte Präsenz von Rosen- und anderen Blumennoten hervor, die im Mund nachklingen.
Mit steigender Temperatur wird der harzige Charakter der Sorte deutlicher wahrnehmbar, ohne dabei ihre fruchtige Note zu überdecken.
Eine Blüte, die den Tester besonders beeindruckt hat und die zeigt, wie sehr blumige Profile über die üblichen Assoziationen mit Lavendel oder Geranie hinausgehen können.
La Tête Française: zwei Indoor-Blüten mit viel Charakter
Das in Lyon ansässige Unternehmen La Tête Française gehört zu den Produzenten, die auf den Indoor-Anbau und die regelmäßige Erneuerung ihrer Sorten setzen. Die Kontrolle über die Anbauumgebung ermöglicht es insbesondere, an der Struktur der Blüten und dem Erhalt der Trichome zu arbeiten. Zwei Sorten aus den jüngsten Ernten haben unsere Aufmerksamkeit erregt: Lilac Fuel und Lemon Leather.
Lilac Fuel: Blüten, Gas und Benzin

Lilac Fuel von La Tête Française
Lilac Fuel lässt schon beim Öffnen des Beutels keine Zweifel aufkommen. Sein Bouquet vereint blumige Noten mit Aromen von Benzin und Benzin, begleitet von einer wahrnehmbaren Säure und einem leicht süßlichen Hauch.
Auch Zitrone kommt zum Vorschein, bleibt jedoch im Hintergrund eines Gesamtbildes, das von intensiveren, harzigen und „dank“-artigen Noten dominiert wird.
Die Blüten sind dicht, mit Nuancen von Grün, Blau und Violett und einer großzügigen Trichombeschichtung. Beim Zerkleinern gewinnen die gasartigen und säuerlichen Noten noch an Präsenz.
Für Oro ist Lilac Fuel der Favorit dieser Verkostungsreihe bei La Tête Française. Eine Sorte, deren aromatische Vielfalt an bestimmte Profile erinnert, die traditionell mit THC-reichen Genetiken assoziiert werden, obwohl sie hier zu einer CBD-Hanfproduktion gehört.
Lemon Leather: Die Zitrone erhält ledrige Akzente

Lemon Leather von La Tête Française
Lemon Leather bietet eine dunklere und erdigere Interpretation der Familie der Zitrusblüten. Ihr Bouquet verbindet Zitrone mit Noten von Leder, Erde, Harz und Gas. Beim Umgang mit den Blüten kommen zudem unerwartete Nuancen zum Vorschein, die manchmal an Fleisch erinnern.
Optisch zeichnet sich die Sorte durch eine besonders ausgefeilte Struktur aus, mit violetten und rosa Akzenten, gut geformten, harzigen Blättern und gut erhaltenen Trichomen.
Beim Zerkleinern gewinnt das Aroma an Säure und Intensität. Beim Verdampfen bleibt die Zitrone deutlich präsent, wird jedoch durch die erdigen und harzigen Noten ausgeglichen, die dieser „Lemon Leather“ ihren ganzen Charakter verleihen.
Eine Sorte, die daran erinnert, dass ein zitroniges Profil weit mehr Facetten haben kann als nur die einfache Frische von Zitrusfrüchten.
Bis zum nächsten Monat bei einer neuen Auswahl von Newsweed × Testeur de CBD, bei der wir weitere Produzenten, Blüten, Harze und Extrakte entdecken werden.
Diese Auswahl basiert auf den von Testeur de CBD veröffentlichten Verkostungsberichten. Die aromatischen Beschreibungen spiegeln die Eindrücke der Tester wider und können je nach Charge und individueller Wahrnehmung variieren. Die Aktionscodes werden im Rahmen von Partnerschaften mit den Herstellern bereitgestellt.
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