Zwei Amerikaner sterben, nachdem sie Fledermaus-Guano als Cannabis-Dünger verwendet haben
Zwei Männer aus Rochester im Bundesstaat New York verloren auf tragische Weise ihr Leben, nachdem sie sich eine seltene Pilz-Lungeninfektion zugezogen hatten, die mit dem unsachgemäßen Umgang mit Fledermausguano, einem häufig verwendeten natürlichen Dünger, zusammenhing.
Fledermausguano und Histoplasmose
Fledermauskot wird aufgrund seiner nährstoffreichen Zusammensetzung oft als „Superfood“ für Pflanzen angepriesen. Durch den falschen Umgang mit Guano können Einzelpersonen jedoch Histoplasma capsulatum ausgesetzt werden, einem schädlichen Pilz, der Histoplasmose, eine seltene, aber schwere Lungeninfektion, verursacht.
In diesem speziellen Fall haben die beiden Männer im Alter von 59 und 64 Jahren die Pilzsporen eingeatmet, als sie versuchten, Fledermausguano zum Anbau von Cannabis zu verwenden. Laut einem in Open Forum Infectious Diseases veröffentlichten Bericht kaufte eine der Personen den Guano online, während die andere ihn von einem fledermausverseuchten Dachboden in ihrem Haus holte.
Ihre Symptome umfassten Fieber, chronischen Husten, Gewichtsverlust und Blutvergiftung. Trotz einer antimykotischen Behandlung starben beide Personen schließlich an Atemversagen.
Anstieg der Prävalenz von Histoplasmose in den USA
Histoplasmose wurde zunächst als endemisch in den Tälern von Ohio und Mississippi gemeldet, doch hat sich ihre geografische Reichweite erheblich ausgeweitet. Die Infektion wird nun auch aus dem Zentrum und dem Osten der USA gemeldet, mit Fällen im ganzen Land. Dem Bericht zufolge erkranken jährlich etwa ein bis zwei Personen von 100.000 Menschen in den USA an Histoplasmose.
Die wachsende Popularität der Cannabiskultur, die durch die verschiedenen Legalisierungen von Cannabis in den USA angeheizt wurde, hat die Verwendung von organischen Düngemitteln wie Fledermausguano erhöht. In Online-Foren und Cannabis-Communities wird Guano häufig wegen seiner Fähigkeit, das Pflanzenwachstum zu verbessern, empfohlen. Die Risiken, die mit der Exposition gegenüber Pilzsporen verbunden sind, sind jedoch weitgehend unbekannt.
Der Bericht betont, wie wichtig es ist, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, insbesondere indem kommerzielle Biofertilisatoren auf das Vorhandensein von Histoplasma capsulatum getestet werden, bevor sie auf den Markt gebracht werden.
„Es ist entscheidend, Ärzte und Patienten zu sensibilisieren, um die persönlichen Präventionsmaßnahmen zu verstärken und eine schnelle Diagnose zu stellen“, stellten die Autoren fest. Darüber hinaus forderten sie die Regierungsstellen auf, die Aufklärungskampagnen zu intensivieren, um ähnliche Fälle zu verhindern.
Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) raten auch von Aktivitäten ab, die Einzelpersonen den Pilzsporen aussetzen könnten, wie das Reinigen von Gebieten, die stark mit Vogel- oder Fledermausexkrementen kontaminiert sind, oder das Erkunden von Höhlen, die von Fledermäusen befallen sind. Bei größeren Ansammlungen empfiehlt die CDC, professionelle Reinigungsdienste zu beauftragen, um das Risiko einer Exposition zu verringern.
Sichere Praktiken für Cannabis-Züchter
Obwohl Fledermausguano eine beliebte Wahl für die Ernährung von Pflanzen bleibt, kann der Umgang mit ihm ohne angemessene Sicherheitsmaßnahmen tödlich sein.
Die wichtigsten Sicherheitsempfehlungen lauten wie folgt
- Vermeiden Sie das Einatmen von Staub aus Fledermauskot, indem Sie Schutzausrüstung wie Masken und Handschuhe tragen
- Handelsübliche Bio-Düngemittel beschaffen, die auf schädliche Pilze getestet wurden
- Fachmännische Hilfe in Anspruch nehmen, um Räume mit einer starken Ansammlung von Fledermausguano zu reinigen
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