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Die PS weiß immer noch nicht, wie sie die Legalisierung von Cannabis angehen soll

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Olivier Faure und Cannabis auf BFMTV
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„Cannabis – würden Sie es legalisieren?“ Die Frage, die Olivier Faure am Mittwoch, dem 16. September, auf BFMTV gestellt wurde, war zumindest einfach. Die Antwort des Ersten Sekretärs der Sozialistischen Partei war… etwas weniger einfach.

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„Ich denke, diese Frage muss heute gestellt werden“, antwortete der Kandidat für die Vorwahlen der Sozialisten und wies darauf hin, dass Millionen Franzosen Cannabis konsumieren – er selbst jedoch nicht, abgesehen von einem einzigen Mal im Alter von 15 Jahren, danach nie wieder.

Die Frage der Legalisierung wird jedoch schon seit langem diskutiert, auch innerhalb der Sozialistischen Partei.

Die PS will vor allem über die Legalisierung debattieren

Das 2026 von den Parteimitgliedern verabschiedete Programm der Sozialisten sieht – entgegen dem, was seine Formulierung manchmal vermuten lassen könnte – keine Legalisierung von Cannabis vor.

Es sieht die Einberufung einer „Bürgerkonvention zum Drogenkonsum und zur Legalisierung von Cannabis“ vor. Der Text präzisiert anschließend, dass „die Legalisierung mit einer strengen staatlichen Kontrolle über die Produktion und den Vertrieb von Cannabis“ sowie mit einer Verstärkung der Suchtprävention einhergehen müsse.

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Die von der PS gestellte Diagnose ist jedoch bereits besonders weit fortgeschritten. In ihrem Entwurf hält die Partei es für notwendig, „unsere Drogenpolitik neu zu gestalten, um die Gewinne des organisierten Verbrechens auszutrocknen“, und stellt fest, dass die Kriminalisierung von Cannabis die Netzwerke des Drogenhandels bereichert, ohne dass der Staat seine Mittel auf die gefährlichsten Formen des Drogenhandels konzentrieren kann.

Mit anderen Worten: Die PS nennt selbst mehrere der Argumente, die traditionell für eine Regulierung angeführt werden: die Bedeutung des bestehenden Marktes, die Einnahmen, die er kriminellen Organisationen verschafft, und die Grenzen der repressiven Maßnahmen.

Doch wenn es darum geht, eine Entscheidung zu treffen, schlägt die Partei … eine Bürgerkonvention vor.

Die Antwort von Olivier Faure, der mit dem Thema nicht unbekannt ist, ist also kein spontaner Ausrutscher. Sie spiegelt ziemlich genau die im sozialistischen Programm festgelegte Linie wider: Die Legalisierung ist mittlerweile glaubwürdig genug, um in Betracht gezogen und sogar in ihren Grundzügen beschrieben zu werden, wird aber noch nicht ausreichend mitgetragen, um zu einem eigenständigen politischen Vorschlag zu werden.

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Ein bereits umfassend erörtertes Thema

Die Idee, eine neue nationale Debatte anzustoßen, wäre nachvollziehbar, wenn die Legalisierung von Cannabis noch ein weitgehend unerforschtes politisches Terrain wäre. Das ist jedoch kaum der Fall.

In Frankreich wird seit Jahren über die Entkriminalisierung und Legalisierung von Cannabis diskutiert. Erfahrungen aus dem Ausland liefern mittlerweile sehr unterschiedliche Regulierungsmodelle, während gesundheitliche, wirtschaftliche, polizeiliche und justizielle Argumente bereits Gegenstand zahlreicher Untersuchungen waren. Vor allem muss die PS gar nicht lange suchen, um einen konkreten Vorschlag zu finden.

Am 20. November 2025 reichten Senator Gilbert-Luc Devinaz und 46 seiner Kollegen einen Gesetzentwurf ein, der „die Legalisierung des Freizeitkonsums von Cannabis erlaubt und dessen Produktion sowie Verkauf regelt“. Ein Großteil der Unterzeichner gehört der Fraktion der Sozialisten, Ökologen und Republikaner an.

Anbau, Herstellung, Transport, Besitz, Verkauf: Der Gesetzentwurf schafft einen rechtlichen Rahmen für die gesamte Branche. Er sieht außerdem eine Übergangsphase, die sofortige Entkriminalisierung des Besitzes von weniger als 25 Gramm sowie das vollständige Inkrafttreten der neuen Regelung am 1. Januar 2030 vor.

Gilbert-Luc Devinaz und mehrere seiner Kollegen hatten zudem bereits im Mai 2023 im Senat einen Gesetzentwurf zur Legalisierung des Freizeitkonsums sowie zur Regulierung der Produktion und des Verkaufs von Cannabis im Senat eingereicht.

Es gibt also sogar innerhalb der sozialistischen Fraktion Abgeordnete, die nicht mehr fragen, ob die Legalisierung eine Diskussion wert ist: Sie schlagen bereits Gesetzestexte vor, mit denen sie umgesetzt werden kann.

Wie oft muss diese Frage noch gestellt werden?

Das Problem der PS in Bezug auf Cannabis scheint also weniger in der Einschätzung der Lage zu liegen als vielmehr in ihrer politischen Umsetzung. Ihr Entwurf erkennt die Grenzen der Kriminalisierung an. Er sieht ausdrücklich die Legalisierung vor. Er skizziert sogar die Grundsätze eines staatlich regulierten Marktes. Dutzende sozialistischer Senatoren haben einen Gesetzentwurf unterzeichnet, der diese Legalisierung konkret regelt.

Auf nationaler Ebene entscheidet sich die Partei jedoch weiterhin dafür, die Entscheidung auf eine neue Debattenrunde zu verschieben, diesmal in Form einer Bürgerkonvention.

Bürgerkonvente können natürlich ihren Nutzen haben, wenn es darum geht, komplexe Abwägungen zu beleuchten oder eine kollektive Entscheidungsfindung zu ermöglichen. Doch im Fall von Cannabis ermöglicht der Vorschlag der PS auch, einer viel einfacheren Frage nicht sofort zu antworten: Befürwortet sie die Legalisierung und Regulierung von Cannabis in Frankreich oder nicht?

Heute zieht es Olivier Faure vor, zu antworten, dass man diese Frage noch einmal stellen müsse.

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