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Thailand droht Cannabis-Geschäften mit schweren Strafen

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Neue, strengere Vorschriften für Cannabis-Geschäfte in Thailand
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Thailand arbeitet weiter an der Gestaltung seiner Vorschriften zu Cannabis, wobei letztendlich ein streng kontrolliertes Modell für medizinisches Cannabis.

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Das thailändische Ministerium für traditionelle und alternative Medizin (DTAM) hat kürzlich neue Durchführungsrichtlinien veröffentlicht, die strengere Sanktionen gegen Unternehmen vorsehen, die sich nicht an die nationale Verordnung von 2025 halten, die Cannabis als kontrollierte Pflanze regelt.

Je nach Schwere des Verstoßes drohen den Betreibern Lizenzaussetzungen von 30 bis 90 Tagen, während Wiederholungsfälle oder schwerwiegende Verstöße nun zum endgültigen Entzug ihrer Lizenz führen können.

Laut Dr. Thewan Thanirat, stellvertretender Generaldirektor der DTAM, besteht das Ziel darin, sicherzustellen, dass Aufsichtsbehörden und Unternehmen dieselben Regeln einhalten, und gleichzeitig die Entwicklung einer sicheren Branche zu fördern.

Lizenzaussetzungen bei Verwaltungs- und Handelsverstößen

Gemäß den neuen Richtlinien kann gegen Unternehmen eine 30-tägige Aussetzung wegen verwaltungsrechtlicher Verstöße verhängt werden, wie beispielsweise das Versäumnis, die vorgeschriebenen Aufzeichnungen vor Ort zu führen, die Einreichung unvollständiger Berichte oder die Weigerung, den Behörden Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

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Die gleiche Sanktion gilt für Betreiber, die beim Verkauf oder Export von Cannabisprodukten die Gute landwirtschaftliche Praxis und Erntepraxis (GACP) oder gleichwertige Standards nicht einhalten. Unternehmen, die ihre Betriebslizenz nicht deutlich sichtbar aushängen, bei Inspektionen keine elektronische Version vorlegen können oder zu kommerziellen Zwecken für Cannabisprodukte werben, müssen ebenfalls mit einer einmonatigen Aussetzung rechnen.

Schwerwiegendere Verstöße führen nun zu einer 90-tägigen Aussetzung. Dazu gehört insbesondere der Verkauf von Cannabis ohne Rezept, das von einem qualifizierten Arzt ausgestellt wurde, oder die unterlassene Meldung von Exportaktivitäten an die Behörden.

Werden bei einer Inspektion mehrere Verstöße festgestellt, können die Sperrfristen kumuliert werden, wobei die Gesamtdauer jedoch 90 Tage nicht überschreiten darf.

Wiederholungsfälle können zum endgültigen Entzug der Lizenz führen

Die strengsten Sanktionen richten sich gegen Praktiken, die die thailändischen Behörden als unvereinbar erachten mit dem nationalen Rahmen für den medizinischen Gebrauch als unvereinbar erachten.

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Die Lizenzen werden endgültig entzogen, wenn Unternehmen falsche Berichte einreichen, Cannabis an verbotene Personengruppen verkaufen – insbesondere an Personen unter 20 Jahren, Studierende, Schwangere und stillende Frauen – ohne gültiges Rezept oder den Cannabiskonsum in ihren Räumlichkeiten gestatten.

Zu den weiteren verbotenen Aktivitäten zählen der Verkauf von Cannabis über Automaten, Online-Plattformen oder andere elektronische Kanäle sowie die Ausübung dieser Tätigkeit an Orten, die Beschränkungen unterliegen, wie beispielsweise Tempel, Studentenwohnheime und öffentliche Parks.

Die Behörden haben zudem gewarnt, dass Unternehmen, die nach Ablauf einer Sperre ein zweites Mal denselben Verstoß begehen, Gefahr laufen, ihre Lizenz sofort zu verlieren.

Die öffentliche Konsultation zum künftigen thailändischen Cannabisgesetz läuft weiter

Gleichzeitig treibt Thailand umfassendere Gesetzgebungsmaßnahmen voran, um die langfristige Zukunft seiner Cannabis- und Hanfindustrie zu gestalten.

Das DTAM hat eine zweite Runde der öffentlichen Konsultation zum Entwurf des Cannabis- und Hanfgesetzes eingeleitet und lädt Bürger, Unternehmen und Interessengruppen ein, ihre Stellungnahmen bis zum 1. Juli 2026 einzureichen.

Diese Konsultation schließt an eine erste Phase an, die im Mai abgeschlossen wurde und in der Stellungnahmen zu den allgemeinen Grundsätzen der Gesetzgebung eingeholt wurden. Die aktuelle Phase konzentriert sich auf die spezifischen Bestimmungen des Gesetzentwurfs, bevor dieser vom Minister für öffentliche Gesundheit geprüft und dem thailändischen Ministerrat vorgelegt wird.

Die Verantwortlichen weisen darauf hin, dass das Gesetz darauf abzielt, ein Gleichgewicht zwischen dem Zugang zu medizinischem Cannabis, den wirtschaftlichen Möglichkeiten für zugelassene Unternehmen und dem Schutz der öffentlichen Gesundheit herzustellen. Zudem soll es dazu beitragen, die Spannungen im Zusammenhang mit der Cannabispolitik abzubauen, indem Vertretern der Branche und der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit gegeben wird, sich zu äußern, bevor der Gesetzentwurf die nächste Stufe des Gesetzgebungsverfahrens durchläuft.

Zwar wird der Gesetzentwurf den regulatorischen Rahmen für die Branche festlegen, doch haben thailändische Verantwortliche klargestellt, dass jede Entscheidung zur Neueinstufung von Cannabis als Betäubungsmittel nicht in den Zuständigkeitsbereich des DTAM fällt und von anderen Regierungsbehörden behandelt würde.

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