Anti-Drogen-Behörde in Marseille wegen Korruptionsverdachts durchsucht
Laut AFP wurde eine Untersuchung wegen Korruptionsverdachts eingeleitet, in die Ermittler des Amtes für Drogenbekämpfung der Kriminalpolizei in Marseille verwickelt waren. Die IGPN (Inspection générale de la police nationale), die als „Polizei der Polizei“ fungiert, hatte Anfang April eine Durchsuchung in den Räumlichkeiten des Ofast in Marseille durchgeführt. Diese Operation, die Teil der verstärkten Drogenbekämpfung im Rahmen der Operation „Place Nette XXL“ ist, wird mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt.
Verdachtsmomente aufdecken und Korruption untersuchen
Die Ermittlungen, die im Januar begannen und sich auf Korruptionsvorwürfe beziehen, wurden durch interne Bedenken innerhalb der Kriminalpolizei von Marseille selbst ausgelöst. Laut AFP „war es die Hierarchie, die Elemente nach oben brachte, die überprüft werden mussten“, um die Integrität innerhalb der Ordnungskräfte aufrechtzuerhalten, insbesondere in Regionen wie Marseille, die mit großen Drogenproblemen zu kämpfen haben.
Das Ofast in Marseille, das sich mit der Zerschlagung der größten Drogenhandelsnetzwerke befasst, wird nun genauestens überprüft. Kollusion der Geschäfte? Die Ofast war kurz davor, einen Verdächtigen zu verhaften, bevor dieser am Montag im 2.
Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten von Ofast Marseille beschlagnahmten die Behörden Telefone und Computer. Diese Maßnahme, über die die Nachrichtenagentur AFP berichtete, betrifft die „Ochsenkarotten“, die damit beauftragt sind, mutmaßliches Fehlverhalten innerhalb der Polizei zu untersuchen – ein Hinweis auf die Schwere der Vorwürfe, mit denen die Ermittler konfrontiert sind.
Drogenkampagne in Marseille
Hintergrund der aktuellen Ereignisse sind die Intensivierung der Drogenbekämpfung in Marseille und die allgemeineren Herausforderungen, denen sich die Strafverfolgungsbehörden in der Region gegenübersehen. Zwischen den örtlichen Richtern und dem Justizminister kam es kürzlich zu einigen Reibereien über die Wirksamkeit der Drogenbekämpfungsmaßnahmen. Die Magistrate stellten die Wirksamkeit der Strafverfolgungsstrategien bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität offen in Frage, was dem Justizminister Éric Dupond-Moretti nicht gefiel.
Ein früherer Skandal
Der vorherige Skandal, in den das Ocrtis (Office central pour la répression du trafic illicite des stupéfiants) und die Beschlagnahmung von 7 Tonnen Cannabis auf dem Boulevard Exelmans in Paris verwickelt waren, ereignete sich im Jahr 2015. Mitglieder des Ocrtis wurden beschuldigt, sich an Drogengeschäften zu beteiligen, anstatt sie zu bekämpfen. Die Beschlagnahmung einer so großen Menge Cannabis weckte den Verdacht, dass diese mutmaßliche Korruption schon lange bestand und wie tief sie in der Organisation verwurzelt war.
Der Skandal führte zu einer eingehenden Untersuchung und zur Verhaftung mehrerer Personen, darunter hochrangige Offiziere innerhalb des Ocrtis, gegen die in einigen Punkten des Falls noch immer Verfahren laufen. Infolge dieser Korruptionsfälle hatte sich Ocrtis in Ofast umbenannt. Braucht es ein drittes Rebranding, um die wiederholten Affären vergessen zu machen?
-
Cannabis in Europa4 Wochen ago
Europäischer Drogenbericht 2026: Ein komplexerer und mächtigerer Cannabismarkt
-
Cannabis in Europa4 Wochen agoDatenleck: Eine Million Mitglieder von Cannabis-Clubs im Internet bloßgestellt
-
Cannabis in Frankreich4 Wochen ago
Neukaledonien verabschiedet einen wegweisenden Fahrplan für Hanf
-
Cannabis in der Ukraine3 Wochen agoDie Ukraine stellt ihre ersten Rezepte für medizinisches Cannabis an Kriegsveteranen aus
-
Cannabis in Neuseeland4 Wochen agoNeuseeland erhöht den THC-Grenzwert für Hanf auf 1 %
-
Business4 Wochen agoDie SQDC hat im Jahr 2025 einen Cannabis-Umsatz von über 800 Millionen kanadischen Dollar erzielt
-
Business4 Wochen agoAcht Jahre nach der Legalisierung wartet südafrikanisches Cannabis immer noch auf seinen legalen Markt
-
Cannabis in Frankreich3 Wochen agoSynthetische Cannabinoide: Die DGS gibt angesichts der steigenden Zahl von Vergiftungsfällen bei Jugendlichen eine landesweite Warnung heraus

